Boris Baldinger – Visual Storyteller und professioneller Business Fotograf

Boris Baldinger ist Fotograf durch und durch. Der Visual Storyteller fotografiert schon seit langer Zeit und hat sich auf die Bereiche der Business- und Personal-Branding Fotografie spezialisiert. Zudem hat der Rapperswiler, als einer der ersten Schweizer, das Potenzial hinter Instagram entdeckt und gemeinsam mit zwei Partnern die Influencer Marketing und Content Creation Agentur «MeetMaker» gegründet.

Das gesamte Interview mit Boris Baldinger findet ihr nachfolgend als gekürzte Fassung in Textform. Boris hat sich die Mühe gemacht und das Interview als Video aufgenommen. Wir möchten Euch die «Extended Version» nicht vorenthalten. Wer 15 Minuten Zeit findet: Schaut Euch das interessante Video an – es lohnt sich!

Stell Dich bitte in Kürze vor!

Mein Name ist Boris Baldinger und ich bin seit 2015 freischaffender Business- und Personal-Branding Fotograf. Ich sorge dafür, dass all meine Kunden mit guten Bildern punkten können. Mein Ziel ist es, Bilder von Menschen zu machen, welche nicht nur schön sind, sondern die sie tatsächlich produktiv einsetzen können – ob für Slides, Profilbilder oder für das Web … Also überall da, wo meine Kunden ihre Botschaft platzieren möchten.

Gleich zu Beginn die Frage für alle, die am «Gear Acquisition Syndrome» leiden: Spiegelreflex- oder spiegellose Kamera? Was ist Deine Wahl?

Ich muss zugeben: Ich leide selbst ein wenig unter dem «Gear Acquisition Syndrome». Ich denke oftmals, dass ich «besser» sei, wenn ich mehr, besseres oder neueres Equipment nutze. Dies stimmt definitiv nicht. Bei mir persönlich ist es so, dass ich mir selbst mit einem grossen finanziellen Commitment den nötigen Druck aufbaue, damit ich ein Projekt starten und vorwärts treiben kann. So bin ich zur Fotografie gekommen. Nach der Lehre habe ich mit meinem ersten grossen 13. Monatslohn Fotoequipment im Wert von ca. 7500.– CHF gekauft. Eine Canon EOS 20D mit zwei Objektiven. Ich wusste, dass nun nicht mehr die Kamera an den schlechten Bildern schuld sein kann. Dies gab mir die Motivation, mich mit dem Hobby auseinanderzusetzen und mich im Thema zu vertiefen.

Für einige Menschen – wie für mich – mag das GAS also ein gute Sache sein, weil es einen zusätzlichen Ansporn bringt. In über 20 Jahren habe ich gelernt, dass Gear kein Massstab ist für die Kreativität und schlussendlich für das Resultat. Heute ist es mit einfachsten Mitteln, wie mit dem Smartphone und mit günstigen Kameras, bereits möglich, sehr tolle Ergebnisse zu erzielen. Darum mein Tipp: Was man verwendet spielt im Prinzip keine Rolle. Nutzt das, womit ihr euch am wohlsten fühlt!

Was macht Dich einzigartig? Was unterscheidet Dich von vielen anderen Fotografen?

Eine sehr gute Frage, die ich mir auch selbst immer wieder stelle. Einerseits habe ich wohl meine Nische in der Business- und Personal-Branding Fotografie gefunden und mich besonders darauf spezialisiert. Diese beiden Angebote vermarkte ich besonders aktiv. Hier steckt meine Leidenschaft. Selbstverständlich umfasst mein Portfolio mehr als Menschenfotografie, Personal-Branding und Business-Shootings. Die Landschaftsfotografie welche ich auf Instagram zeige zum Beispiel.

Wenn ein Kunde zu mir kommt, bin ich nicht nur der ausführende Fotograf, sondern ich begleite meine Kunden auf dem Weg zum perfekten Bild. Ich bringe mich ein; höre mir an, welche Botschaft sie senden möchten und erarbeite gemeinsam mit dem Kunden ein Bildkonzept. Ich habe ein grosses Interesse daran, dass meine Bilder möglichst breit eingesetzt werden können. Ich möchte für meine Kunden nur das beste – natürlich sagt das jeder. Ich glaube aber fest daran, dass ich dies lebe und am Ende auch liefere. Glücklicherweise bestätigen mir dies auch meine durchwegs positiven Kundenfeedbacks.

📸 Boris Baldinger, Business Fotografie Küferwerkstatt Walter Hofstetter für den Emmentaler Geschäftsbericht

Was braucht es, um heute als Fotograf erfolgreich zu sein?

Es gibt sicherlich keinen Universal-Tipp, sondern verschiedene Rezepte um erfolgreich zu sein. Einige Fotografen arbeiten eher im Hintergrund, suchen sich ihre Kunden und Projekte bedächtig aus. Ich selbst bin überall präsent, gebe Workshops, mache Videos und bin sehr aktiv auf Social Media – ein eher «lauter» Fotograf. Was genau passt, muss jeder für sich selbst herausfinden. Eine wichtige Erkenntnis ist aber klar, dass man nicht eine Linie haben sollte, welche 20 Jahre verfolgt wird. Offen sein, neues sehen, Freude haben am Entdecken und Lernen. Die Grundhaltung «Lifelong Learning» ist wichtig und hilft sich anzupassen und selbst voranzutreiben.

Mit welchem Content Creator würdest Du gerne einmal zusammenarbeiten? Von wem holt Boris Baldinger seine Inspiration?

Da gibt es einige! Aktuell sind dies wohl bekannte YouTuber wie Gary Veynerchuk, Peter McKinnon oder Matt D’Avella. Es ist schön zu beobachten, wie sich diese Menschen entwickeln und ihre Karriere vorwärts treiben. Andererseits verfolge ich auch Landschaftsfotografen wie Alex Strohl und Chris Burkard. Für mich ist die Landschaftsfotografie ein Hobby, die People-Fotografie das Business. Ein anderer der mir einfällt ist Stefan Kunz. Er ist Hand Lettering Artist aus der Schweiz und macht eine hervorragende Arbeit! Für meinen Podcast durfte ich Stefan bereits interviewen und konnte so sehr viel über ihn erfahren.

Was ist Instagram für Dich?

Mein Instagram Auftritt hat mir ermöglicht, mich selbstständig zu machen. Ich war einer der ersten 100’000 User, habe an Instagram Meet-ups teilgenommen und einige selbst organisiert, und schliesslich sogar mit zwei Partnern «MeetMaker», eine Firma im Bereich Influencer Marketing, gegründet. Seit Instagram von Facebook gekauft wurde, hat sich die Plattform in eine eigene Richtung weiterentwickelt. Ausserdem erhält man kaum mehr Reichweite, wenn man nicht sehr viel Zeit in die App investiert und bezahlt.

Kurz zusammengefasst: Instagram war einst der Kickstarter meiner Karriere. Durch die Veränderung von Instagram und in meinem Privatleben – ich bin im Januar 2019 zum dritten Mal Papi geworden – hat Instagram für mich leider an Stellenwert verloren. Ich nutze es noch immer sehr gerne, es geniesst nun allerdings eine kleinere Priorität.

Von welchem Projekt in Deinem Portfolio erzählst Du besonders gerne?

Schöne Erfahrungen sind natürlich all die Wanderungen in der Natur, bei welchen ich mit bis zu 30kg Gepäck in den Bergen unterwegs bin. Personal Branding Shootings sind es wovon ich aber wirklich gerne schwärme. Dafür brennt mein Herz. Personal Branding ist momentan besonders wichtig – jetzt wo alles online stattfindet. Das Personal Branding Shooting gibt meinen Kunden einen Pool an Bildern, mit denen sie ihre Botschaft nach aussen tragen können – egal auf welchem Kanal.

📸 Boris Baldinger als offizieller Fotograf am WEF in Davos.

Brennt Dir eine weitere Frage an Boris auf der Zunge? Dann stell sie jetzt in den Kommentaren!

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